Donnerstag, 5. Juli 2018

PEER GYNT VON HENRIK IBSEN Bad Hersfeld Medienprobe 05.07.2018

PEER GYNT

VON HENRIK IBSEN

In der Fassung von Soeren Voima nach der Übersetzung von Christian Morgenstern.
Regie: Robert Schuster
Bühne: Jens Kilian
Kostüm: Clarissa Freiberg
Musik: Jörg Gollasch

Premiere: 6. Juli 2018/ 21:00 Uhr
Stiftsruine Bad Hersfeld


Wenn Peer Gynt anfängt zu erzählen, wissen alle: er lügt! Aber er lügt so phantasievoll und charmant, dass die Dorfbewohner seine Geschichten immer wieder hören wollen. Er träumt sich in eine bessere Welt hinein, seine verwitwete Mutter und die bitterarmen Nachbarn lassen sich immer wieder von ihm einwickeln.
Alle scheinen ihm seine Aufschneidereien zu verzeihen, die Burschen nehmen ihm die Schlägereien auf dem Marktplatz nicht übel, aber die Stimmung kippt, als er Ingrid, die wohlhabende Bauerstochter, in ihrer Hochzeitsnacht entführt und am nächsten Morgen wieder fallen lässt. Nur Solveig, die er beim Tanz bezaubert hat, folgt ihm in die Berge und ist bereit, alles für ihn aufzugeben, um mit ihm, dem Außenseiter, zusammenzuleben. Er baut für sie eine kleine Holzhütte im Wald und für einen Augenblick scheint es, dass Peer zur Ruhe kommen und „er selbst“ werden könnte. Doch er rennt wieder davon, flieht vor den Gläubigern, vor Solveig, vor allem aber vor sich selbst und reist um die halbe Welt. Sein neues Motto: „Sei dir selbst genug“.
Aus dem Phantasten wird, getrieben von der Sehnsucht, „jemand sein zu können“, ein selbstsüchtiger Genussmensch und Karrierist, dem alle Mittel recht sind, um seinen kindlichen Traum von Reichtum und Macht wahr zu machen. Er arbeitet als Reeder in Amerika, stilisiert sich zum Propheten, verkauft Heiligenstatuen aller Glaubensrichtungen, stülpt sich - je nach Bedarf - das Gewand des Christen, des Juden oder des Moslems über, treibt Menschenhandel, erklärt sich in einem Irrenhaus selbst zum Kaiser und verliert auf seiner ekstatischen Flucht vor Teufeln, Trollen und Dämonen jeden Sinn für Realität. Die Menschen um ihn herum scheinen ihm nur noch irrlichternde Figuren seiner eigenen Geschichten zu sein, Hüllen ohne Inhalt und Wert, und zuletzt schreckt er auch vor Mord nicht zurück.
Erst als er, von allen bestohlen und verlassen, in seine Heimat zurückkehrt und erkennt, dass Solveig all die Jahre voller „Hoffnung, Glaube und Liebe“ auf ihn gewartet hat, findet er in der kleinen, bescheidenen Holzhütte im Wald seinen Frieden. – Vielleicht.
Henrik Ibsen schuf mit PEER GYNT nach der Vorlage einer alten norwegischen Sage vor 150 Jahren ein zeitloses, sinnliches, von Phantasie und skurrilen Figuren überbordendes Theaterfeuerwerk, voller Wärme und Humor, eine schonungslose Selbstanalyse, ein bezauberndes, trauriges, fröhliches, grimmiges Theatermärchen.
Regisseur Christian Schuster wird PEER GYNT in Bad Hersfeld in einer Fassung für die Stiftsruine auf die Bühne bringen. Nachfolgend finden Sie drei Videos zu PEER GYNT, die in der Probenphase entstanden sind und zwei der großen Themen ("Reichtum" und "Lüge") der Inszenierung aufnehmen. 







Mittwoch, 4. Juli 2018

Endlich Freitag im Ersten“-Reihe „Weingut Wader“ mit Henriette Richter-Röhl als Pfälzer Bio-Winzerin Anne Wader in der Hauptrolle


Am 6. Juni 2018 fiel in Hambach an der Weinstraße die erste Klappe zum zweiten Film der neuen „Endlich Freitag im Ersten“-Reihe „Weingut Wader“ mit Henriette Richter-Röhl als Pfälzer Bio-Winzerin Anne Wader in der Hauptrolle. Anne kommt darin einem alten Familiengeheimnis auf die Spur und muss erkennen, dass ein folgenschwerer Fehltritt aus der Vergangenheit die gesamte Familie bis in die Grundfesten erschüttert … An der Seite von Henriette Richter-Röhl spielen auch im zweiten Film Leslie Malton, Caroline Hartig, Max von Pufendorf, Jürgen Heinrich, Sebastian Fräsdorf, Kyra Sophie Kare, Judith von Radetzky, Ines Lutz, Adnan Maral, Tobias van Dieken u.v.a. Die Dreharbeiten dauern voraussichtlich bis zum 6. Juli 2018 an.
Zum Inhalt: Der bittere Streit um das Erbe Albert Waders ist beigelegt. Anne (Henriette Richter-Röhl) leitet das Weingut der Roschers und fühlt sich dort gemeinsam mit ihrer Tochter Tori (Caroline Hartig) wohl. Matthias (Max von Pufendorf) ist nach Hamburg zurückgekehrt, Mutter Käthe (Leslie Malton) hat Rolf Scherer (Nils Brunkhorst) eingestellt, um das geerbte Weingut der Waders zu führen. Selbst Bruno Wader (Jürgen Heinrich) scheint seine Ansprüche für einen Moment ruhen zu lassen. Doch dann kommt es zu einem Brand, bei dem lange Verschwiegenes ans Tageslicht kommt: Jannika, Bruno Waders einzige Tochter, ist in Wirklichkeit das leibliche Kind seines verstorbenen Bruders Albert (Hartmut Volle)! Alle Beteiligten, vor allem Jannika (Kyra Sophia Kahre), sind mit der neuen Situation komplett überfordert. Anne kann die Kühle ihrer betrogenen Mutter endlich verstehen und geht auch auf Jannika zu. Über Bruno bricht alles zusammen: Christel (Judith von Radetzky) wirft ihn raus und sein bei Käthe eingeschleuster Maulwurf fliegt auf. Gleichzeitig beginnt die Beziehung zwischen Anne und Valentin (Sebastian Fräsdorf) zu kriseln …
„Weingut Wader – Das Familiengeheimnis“ (AT) ist eine Produktion der U5 Filmproduktion (Produzenten: Karl-Eberhard Schäfer und Norbert Walter) im Auftrag der ARD Degeto für das Erste. Tomy Wiegand inszeniert erneut nach einem Drehbuch von Bernadette Feiler und Ania Kock. Für die Redaktion zeichnet Stefan Kruppa (ARD Degeto) verantwortlich.



Hambacher Schloss Neustadt an der Weinstrasse 03.07.2018


Das Hambacher Schloss (früher Kästenburg, im Volksmund auch Maxburg) beim Ortsteil Hambach der rheinland-pfälzischen Stadt Neustadt an der Weinstraße wurde im Mittelalter als Burg erbaut und in der Neuzeit schlossartig ausgestaltet. Wegen des 1832 dort ausgerichteten Hambacher Festes gilt es neben der Frankfurter Paulskirche als wichtigstes Symbol der deutschen Demokratiebewegung.

Text.wikipedia.de